Füße

Wirksame Hilfe bei Hühneraugen

An der Sohle, den Seiten, den Zehen oder sogar unter dem Nagel – Hühneraugen können sich überall am Fuß finden, sind schmerzhaft und sehen nicht schön aus. Je früher die Stelle behandelt wird, desto besser. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Hühnerauge schnell wieder loswerden und weitere vorbeugen.

© iStock-hammett79

Was viele nicht wissen, ein Hühnerauge ist eigentlich nur eine Verhornung der Haut, welche den Fuß schützen soll. Es entsteht, wenn der Schuh ständig reibt oder drückt. High Heels, enge, feste Lederschuhe sowie Fußfehlstellungen sind daher die Verursacher der Schmerzen. Zuerst bildet sich eine kleine, gelbliche, kreisrunde Schwiele. Diese wird mit der Zeit größer und der harte, verhornte Kern wächst kegelförmig in die tieferen Hautschichten ein. Dort stößt er auf sensible Nervenstränge und reizt sie so stark, dass der Patient bei Druck Schmerzen verspürt.

Schlimmstenfalls können Abszesse und Entzündungen bis hin zur Blutvergiftung entstehen. Besonders vorsichtig müssen Diabetiker sein: Oft haben sie ein verringertes Empfinden am Fuß und bemerken Hühneraugen lange nicht. Zudem ist bei ihnen die Gefahr einer Entzündung erhöht.

Wie werde ich Hühneraugen wieder los?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Hühneraugen zu entfernen – bei allen wird die Hornhaut nach und nach abgetragen. Generell ist die Prozedur deutlich einfacher, wenn die Stelle noch klein und flach ist. Daher heißt es sofort handeln, sobald Sie eines ausgespäht haben.

Kleine Hühneraugen können Sie selbst entfernen. Hierzu weicht man die Haut anfangs in einem warmen Fußbad rund 20 Minuten auf. Sie können etwas Kernseife hinzuzugeben. Danach kann die weiche Hornhaut mit einem Bimsstein oder Feile abgetragen werden. Diese Prozedur muss man über Wochen mehrmals wiederholen.

Pflaster und Lösungen

In der Apotheke und Drogerie gibt es spezielle Hornhautpräparate: Hühneraugenpflaster und Tinkturen. Die Pflaster sind in der Mitte mit Keratolytika, also hornlösender Wirkstoffe (z.B. Salizylsäure), getränkt. Am besten man klebt das Pflaster nach einem heißen Fußbad auf und lässt es für ein paar Tage haften. Die Säure löst die Hornhaut auf und man kann sie später leichter entfernen. Wichtig ist es, dass das Pflaster nicht verrutscht und die gesunde Haut so nicht verletzt wird. 

Mit dem gleichen Prinzip punkten die salicylhaltigen Tinkturen. Hier ist es ganz wichtig die gesunde Haut zuerst mit einer fettreichen Creme wie Vaseline zu bedecken, damit die Säure sie nicht verätzt.

Mit ätzenden Substanzen selbst am Fuß zu hantieren, birgt immer Risiken und ist mit Vorsicht zu genießen. Leicht wird gesunde Haut verletzt und eine Eintrittspforte für Bakterien und Viren eröffnet. Entzündungen und im Extremfall auch eine Blutvergiftung sind möglich. Dasselbe gilt für spitze Gegenstände: Versuchen Sie niemals mit einer Schere oder Pinzette das Hühnerauge zu entfernen.

Eine professionelle Behandlung ist die beste Lösung

Wenn Sie die Möglichkeit haben, lassen Sie das Hühnerauge von einem Arzt oder Fußpfleger entfernen, um kein Risiko einzugehen – bei größeren und tieferen Hühneraugen ist dies ein Muss. Zuerst wird die Hornhaut in einem Fußbad aufgeweicht, bevor der Experte das Hühnerauge mit einem Skalpell oder einer Zange entfernt. Den harten Kern weicht er mit Wasserstoffperoxid auf. Manchmal muss der Arzt die verhornte Stelle chirurgisch entfernen. 

Bis das Hühnerauge völlig entfernt ist, vergehen meist Wochen. In dieser Zeit können Sie durch ein gepolstertes Pflaster, Druckschutzringe, ein Stück Schaumstoff oder flauschige Socken den Druck auf die Stelle und so die Schmerzen verringern.

Um neue Hühneraugen vorzubeugen, sollte man herausfinden, was die Ursache war. Wenn zu enge Schuhe die Beschwerden ausgelöst haben, ist die Lösung einfach. Schwieriger ist es, wenn Fußfehlstellungen wie ein Spreizfuß, Hammerzeh oder Hallux valgus die Übeltäter sind. Ein Besuch beim Orthopäden ist dann unumgänglich. Spezielle Einlagen sowie Schuhe können hilfreich sein und in einigen Fällen ist ein chirurgischer Eingriff notwendig. 

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