Krankheiten

Warum unregelmäßige Schlafzeiten krank machen

Jeden Tag zur selben Uhrzeit ins Bett gehen – fast unmöglich: mal ist die Serie zu spannend, dann ruft noch die beste Freundin an oder es gibt noch Arbeit zu erledigen. Gesund ist das nicht, denn nicht nur zu wenig Schlaf macht krank, sondern auch unregelmäßige Schlafzeiten.

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Wer kennt es nicht: Hat man wenig Schlaf abbekommen, ist man müde, unkonzentriert und schlecht gelaunt. Doch mit der Zeit bahnen sich weit größere Probleme an. Das Immunsystem kann sich nachts nicht mehr regenerieren und wird anfälliger für Krankheiten. Überdies fördert ein Mangel an erquickender Nachtruhe Übergewicht, Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und womöglich sogar Alzheimer.

Bisher befassten sich die Forscher meist nur mit den Folgen von Schlafmangel, wenig aber mit unregelmäßigen und sehr variablen Schlafzeiten. Das haben Tianyi Huang vom Bringham and Womans Hospital in Boston und sein Team jetzt nachgeholt. Für die Studie trugen über 2.000 Probanden eine Woche lang einen Schlaftracker am Arm. Zudem führten sie ein Tagebuch und beantworten zahlreiche Fragen zu ihrem Schlaf, ihrer Gesundheit und ihrem Lebensstil.

Die Auswertung der Daten zeigte, dass jene, die zu sehr unterschiedlichen Zeiten ins Bett gingen und aufstanden und mal fünf, mal acht oder auch mal zwölf Stunden schliefen, ihrer Gesundheit damit nichts Gutes taten. Sie litten öfters am metabolischen Syndrom: Dieses kennzeichnet sich durch erhöhte Blutzuckerwerte infolge einer Insulinresistenz oder durch Diabetes, Bluthochdruck, einen gestörten Cholesterin- und Fettstoffwechsel sowie Übergewicht. Das Syndrom ist einer der wichtigste Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes. Im Gegensatz zu Probanden, bei denen die Schlafdauer kaum variierte, hatten die Inkonsequenten ein um 27 Prozent höheres Risiko für ein metabolisches Syndrom. Ähnlich verhielt es sich mit abweichenden Einschlafzeiten. Diese erhöhten die Wahrscheinlichkeit um 23 Prozent. 

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