Schlafen

Sanfte Einschlafhilfen, die wirklich funktionieren

Stress auf der Arbeit, Probleme in der Partnerschaft, Hitzewallungen: Die Gründe für Schlafprobleme sind genauso vielfältig wie die Palette der Einschlafhilfen. Nicht immer müssen es Tabletten sein, auch Heilpflanzen, Übungen und andere sanfte Methoden lassen Sie gut schlummern …

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Schlafstörungen zehren an den Nerven. Die Nacht ist eine Qual und am Tag ist man erschöpft und gereizt. Viele Betroffene greifen daher schnell zu verschreibungspflichtige Schlafmedikamenten. Doch diese sollten immer die letzte Option sein, da sie leicht abhängig machen. Zudem wirken sich die Tabletten auf die Verfassung am Tag aus. Man ist nicht so leistungsfähig, etwas gedämpft und das Denken strengt an. Unbedenklich sind dagegen sanfte Einschlafhilfen wie Lavendeltee oder ein warmes Bad. Zudem ist die Rolle einer guten Schlafhygiene nicht zu unterschätzen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, was Ihnen helfen kann. Seien Sie geduldig und probieren Sie etwas rum.

Der Klassiker aus der Natur ist Baldrian. Als Tee, Dragees oder Tropfen beruhigt es Körper und Geist, ganz ohne betäubend zu wirken. Insbesondere wenn innere Unruhe und Aufregung der Grund für die Schlafproblematik sind, kann die Heilpflanze beziehungsweise ihre ätherischen Öle helfen. Diese finden sich vor allem in den Wurzeln. Oft wird den Baldrianpräparaten noch eine Zutat hinzugefügt, die die meisten nur vom Bier kennen: Hopfen. Die kleinen Dolden wirken gegen Angst, Unruhe und Schlafprobleme und verstärken die Wirkung des Präparats.

Hilfe aus der Natur und dem Kühlschrank

Doch der Kräutergarten hat noch mehr gegen Schlafstörungen in petto: Lavendel mildert nicht nur depressive Verstimmungen, sondern auch Unruhe und Einschlafschwierigkeiten. Es eignet sich Lavendeltee, ein paar Tropfen Lavendelöl in Wasser oder auf Zucker ebenso wie Tabletten oder Weichkapseln mit einem flüssigen Ölkern. Ferner wirken die ätherischen Öle der Melissenblätter und die Flavonoide und ätherischen Öle der Passionsblume auf Körper und Geist beruhigend.

Tipp: Füllen Sie ein kleines Baumwollkissen mit Hopfendolden und Lavendel und legen Sie es zum Schlafen neben Ihren Kopf – der leichte Duft hilft Ihnen auf dem Weg ins Schlummerland. Tauschen Sie nach einer Woche die Füllung aus.

Nicht umsonst hält sich die Empfehlung abends eine heiße Milch mit Honig zu trinken schon seit Generationen. Oft hilft es wirklich. Das warme Getränk enthält tatsächlich Wirkstoffe, die müde machen – allerdings in sehr geringer Dosis. Die Psychologie spielt demnach eine entscheidende Rolle.

Globuli, Schüßler-Salze und TCM

Wer der Homöopathie vertraut, findet hier ebenfalls verschiedene Mittel gegen Schlafprobleme. So soll beispielsweise Aconitum, Ignatia oder Nux vomica helfen. Welcher Wirkstoff, der passend ist, hängt von den Ursachen der Schlafstörung ab. Liegt es an Aufregung, Kummer oder aber ist es Folge einer Erkrankung? Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder schlagen Sie es nach. Ähnlich ist es bei den Schüßler-Salzen. Unter anderen sollen Magnesium phosphoricum (Nummer 7) oder Kalium phosphoricum (Nummer 5) beruhigen.

Einigen Menschen mit Schlafstörungen profitieren von Akupunktur. Bei einem erfahrenen Therapeuten helfen oft schon wenige Sitzungen. Wer lieber selbst Hand anlegt, kann sich in der Akupressur am Fuß probieren.

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Körper und Geist herunterfahren

Wer sich zum Einschlafen zwingen will, wird keinen Erfolg haben. Klappt das Schlafen nicht, stehen Sie wieder auf, lesen Sie ein entspannendes Buch und legen Sie sich nach einer Stunde wieder hin. Wenn Sie Grübeleien vom Schlafen abhalten, schreiben Sie diese auf. Oft kann der Kopf danach abschalten – zumindest für die Nacht. Bei manchen Menschen hilft ein paradoxer Trick: Sie schlafen leichter ein, wenn sie versuchen unbedingt wach zu bleiben. Das berühmte Schäfchen zählen kann ebenfalls funktionieren, denn die monotonen Gedanken sind einschläfernd. Wenn das nicht hilft, stellen Sie sich eine schöne Landschaft vor, hören Sie sanfte Musik oder ein Hörbuch.

Progressive Muskelentspannung, Body-Scans oder eine Fantasiereise vor dem Schlafengehen beruhigen den Geist und entspannen den Körper. Noch während die CD läuft, schlafen viele Menschen ein. Eine warme Dusche oder ein wohliges Bad fahren den Körper ebenfalls herunter und lassen einen oft leichter einschlafen. Versuchen Sie es einfach. 

Äußere Parameter sind ebenfalls ein Störfaktor

Generell entscheidend für einen erholsamen Schlaf ist die sogenannte Schlafhygiene:

  • Regelmäßige Schlaf- und Aufstehzeiten
  • eine Raumtemperatur von rund 18 Grad Celsius
  • wenig Lichteinfall
  • regelmäßig lüften
  • warme Füße
  • einige Stunden vor dem Schlafen gehen kein Alkohol und kein Kaffee
  • eine ausgewogene und gesunde Ernährung
  • keine üppigen Mahlzeiten am Abend
  • regelmäßiger Sport sorgt allgemein für besseren Schlaf, allerdings nicht direkt vor dem zu Zubettgehen

Darüber hinaus ist es hilfreich das Bett nur zum Schlummern zu nutzen, denn dann erhält der Körper beim Zubettgehen das Signal „Es ist Zeit zu schlafen“.  Fernsehen und Kaffeetrinken sollten Sie lieber auf der Couch. Bei Schlafproblemen ist es zudem sehr sinnvoll, das Smartphone und Tablet aus dem Bett zu verbannen. Zu einem können einen die News und persönliche Nachrichten aufregen und zum anderen hält das blaue Licht das Gehirn wach. 
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